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Erasmus+ KA1
Herr Rote besucht Sevilla, um an einer Fortbildung zum Thema
„Creative and Critical Minds“ teilzunehmen.


Sonntag, den 12.11.2017

Um 15.10 Uhr startet das Flugzeug der spanischen Gesellschaft IBERIA von Düsseldorf nach Madrid. Nach 2,5 Stunden Flugzeit habe ich eine Stunde Aufenthalt, bis ich um 19 Uhr vom Madrider Flughafen Barajas weiter nach Sevilla fliege.
Dort angekommen fahre ich schließlich mit dem Flughafenbus in die Stadt und laufe von der Plaza de Armas noch 20 Minuten mit dem Geräusch meines rollenden Koffers im Ohr bis zu dem Hotel Abril.
Es liegt in der Altstadt von Sevilla und ich freue mich, mit dem Angestellten an der Rezeption die ersten spanischen Worte zu wechseln.

 

Montag, den 13.11.2017  “creative thinking 1”

Spanisches Frühstück bedeutet nicht, zu Hause gemütlich mit Familie gemeinsam am Tisch zu sitzen, sondern in einer Bar auf dem Weg zur Arbeit einen Kaffee zu trinken und dazu vielleicht einen Keks zu essen.
So beginne also auch ich den Tag und suche dann an der Plaza de Ponce Leon den Bus Nr. 12, mit dem ich die nächsten 5 Tage eine halbe Stunde zu einem Business Center mit 5 Bürotürmen außerhalb der Stadt fahren werde, wo mein Fortbildungskurs stattfindet:
Tower 3, 10. Etage, die Adresse Astronomia Street hört sich gut an, die Wettervorhersage mit 22 - 26 Grad  und blauem Himmel ebenso.

Um 9 Uhr treffen sich heute Senora Ana Aurora Carrasco, die Kursleiterin und wir 20 TeilnehmerInnen aus Kroatien, Polen, Italien, Nordirland, Rumänien und Deutschland (ich alleine und als einziger Mann). Wir beginnen mit einer Kennenlernübung und danach einer Mindmap zu dem Begriff "creative" in 4er Gruppen, die wir anschließend allen präsentieren.
Wir kommen von 9 verschiedenen Schulen aus den o.g. Ländern, von preprimary schools (sie entsprechen etwa unseren Kindergärten), primary schools und secondary schools. Die Kurssprache wird englisch sein.
 
Was braucht es um kreativ zu arbeiten?
Offenheit für alle Gedanken, verschiedene Lösungswege,  Akzeptanz des Anderen, die Haltung, dass kein Beitrag eines Gruppenmitglieds falsch ist, die Bereitschaft Probleme als Herausforderung zu sehen und nicht als Bedrohung uva.
Und warum eigentlich in einer Schulklasse kreative Arbeit ermöglichen ?
Zum Beispiel um jedem/r mit seiner Unterschiedlichkeit eine Stimme zu geben, seinen Fähigkeiten entsprechend zu lernen und sein Potential auszuschöpfen

Wir stellten uns dann die Frage: "What is the most creative thing in your life?"
(etwas frei übersetzt: "Was ist das Kreativste, das du in deinem Leben bisher gemacht hast ?"),
eine für uns alle sehr spannende Frage, über die es sich bewußt zu werden lohnt, finde ich.
Es folgte ein Austausch in der ganzen Gruppe, womit wir schon etwas Interessantes voneinander erfuhren.
Zum Abschluß des Arbeitstages ein Rätsel für Kreative:
IO IO IO = 9.50   Man darf die Zeichen +  -  x  : verwenden(Aus meinem Kurs konnte es niemand lösen, aber wenn man es weiß, ist es ein Aha! Erlebnis)

Um 16.30 gab es dann eine Stadtführung zu der Kathedrale (nach Petersdom und St.Paul's die drittgrösste christliche Kirche) mit dem Turm Giralda, den Reales Alcazar (Palast von König Peter, der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört) , dem Parque Maria Luisa, dem Torre del Oro (Turm aus Gold, weil er im Sonnenlicht golden leuchtet, in dem aber auch seit dem 16. Jahrhundert die Schätze der Stadt versteckt wurden), der Plaza Espana, dem Teatro Lopez de Vega, dem futuristischen Dach der Markthalle "Mercado de la Encarnacion", an den Fluss Guadalquivir und zur Stierkampfarena.
Von diesen Sehenswürdigkeiten sind einige der hier abgebildeten Fotos.
 

Dienstag, den 14.11.2017   “creative thinking 2”

Heute gab es zuerst einen Theorieteil, den ich möglichst verständlich zusammenfassen möchte:

Die Hauptidee für kreatives Arbeiten ist "Looking for a better answer" (eine bessere Lösung finden), zum Beispiel mit einer Gruppe zu einem Ziel kommen, wohin keiner der Gruppenmitglieder alleine hin finden würde.
Das ist deutlich beim Erstellen einer Mindmap zu sehen, bei der die verschiedenen Fähigkeiten und Ideen der Beteiligten zusammenkommen.
Wir sollten uns in unserer Unterschiedlichkeit und auch Einzigartigkeit anerkennen anstatt uns zu vergleichen oder  anders sein zu wollen.
Ein afrikanisches Sprichwort lautet: Du kommst alleine schneller voran, aber mit anderen kommst du weiter.

Es gibt Prinzipien der Kreativität, von denen ich hier einige nennen möchte:
In jedem ist kreatives Potential
Fehler sind erlaubt
Überraschungen sind willkommen
Offenheit für neue Ideen
Wir nehmen ein Risiko in Kauf
Niemand wird in dem Arbeitsprozess bewertet
Analytisches und ganzheitliches Denken gehören zusammen
Sei bereit zu tun oder zu sagen was du so noch nicht gesagt oder getan hast u.a.

Voraussetzung für ein gutes Arbeiten in und außerhalb der Schule ist, dass sich jeder in seelischer bzw emotionaler Ausgeglichenheit befindet und im Kontakt mit sich selbst ist.
Dazu eine Frage:
Was passiert, wenn ich einen Tag nicht dusche, was wenn zwei Tage nicht und was wenn drei oder mehr Tage nicht ?
Genauso wie um unsere körperliche Sauberkeit sollten wir uns möglichst oft um unser seelisches Gleichgewicht kümmern, z.B. nicht über einen längeren Zeitraum funktionieren ohne innezuhalten, z.B. mir bewußt zu werden, was ich tue und warum, ob es mir gut tut oder was ich tun kann, damit es mir gut geht.
Erkenntnis ist leichter möglich, wenn ich mich wohl fühle als wenn ich ängstlich oder wütend bin !

Es kann für den Unterricht auch förderlich sein zwischendurch anzuhalten um Motivation und Aufmerksamkeit wieder zu ermöglichen.
Dabei helfen "creative capabilities" (kreative Kompetenzen), die in den Unterricht eingebaut werden können wie Originalität, Vorstellung, Abstraktion, Flexibilität, Verbundenheit.
Konkret könnte das bedeuten, dass die SuS einen Begriff mal möglichst originell, mal abstrakt, mal in Bewegung usw darstellen.
Das führt von dem rein kognitiven Arbeiten weg und erhöht die Energie für die nächste Lernphase.

In dem Kurs haben wir dann Lernsitutionen simuliert um die o.g. Prinzipien und Kompetenzen praktisch kennen zu lernen und sie später anzuwenden zu können.

So auch mit dem Begriff "Reframe", der bedeutet einen neuen Rahmen für etwas anstelle des alten Rahmens zu schaffen.
Das kann z.B. ein Denkrahmen oder ein Denkmuster sein, den bzw. das ich mir angewöhnt habe.
Bei einem Problem kann es hilfreich sein, daß ich mich frage: "Was würde ich tun, wenn jemand anderes (ein Freund, ein Verwandter ...) dieses Problem hätte?"
Schon kann es viel leichter sein, Lösungsmöglichkeiten zu sehen, die mir vorher nicht einfielen, weil ich nicht so ganz direkt betroffen bin.
Auch das ist kreatives Denken und Handeln.
Zum Tagesabschluss eine kleine kreative Übung:
Zeichne mit der linken Hand ein Quadrat in die Luft und mit der rechten Zeit gleichzeitig ein Dreieck. Leichter als das gestrige Rätsel, aber nicht leicht !

Am späten Nachmittag besuchte ich auf der anderen Seite des Guadalquivir das museo de arte contemporaneo (Museum zeitgenössischer Kunst), das teils sehr skurile Kunstwerke ausstellt.
Das Gesicht im Fenster mit dem Arm aus dem anderen ist eins davon.
 

Mittwoch, den 15.11.2017   “critical thinking”

Kritisch denken heißt, daß ich identifiziere, ob etwas begründet und nachweisbar ist oder ob mich unbewußte Annahmen leiten, wenn ich etwas denke oder sage.
Es ist wichtig, dass wir uns unserer Annahmen bewußt werden, daß wir nicht nachweisbare Aussagen vermeiden und so zu einer Haltung kritischen Denkens finden.
Wir können das mit SuS üben indem wir sie zu vorgegebenen Stichworten eine Fantasiegeschichte schreiben lassen, wie wir es heute im Kurs selbst gemacht haben.
Die Symbole sind auf einem Foto zu sehen.
In einer Geschichte kam z.B. vor, daß ein Schaf auf eine Reise eine Maske mitnahm, weil es dachte, dass es vieleicht irgendwann vorteilhaft sein könnte nicht als Schaf erkannt zu werden.
Welcher unbewußte Gedanke des Autors steckte darin ?
Es könnte sein: "Schafe sind wehrlose Tiere" oder "Reisen ist gefährlich" o.a.
Zu oft stellen Menschen unbewiesene und verallgemeinernde Behauptungen in den Raum, die nicht nachgewiesen werden können.
Aus der genannten Schreibübung erwuchs die Erkenntnis, daß es wichtig ist SuS "individual time" zu geben, in der jeder einzelne Gelegenheit hat sich selbst auszudrücken.

Es gibt verschiedene Methoden kritisches Denken in Klassen zu fördern, eine davon ist das "sokratische Fragen", dabei gibt es
Fragen zur Klärung wie "Was meinst du mit...?", "Könntest du in deinen Worten wiedergeben...?",
Fragen nach einer Quelle oder Ursache wie "Woher hast du diese Idee?", Woher kommt es, daß du das fühlst?",
Fragen nach einem Beweis wie "Hast du einen Beleg dafür?", "Wie könnten wir herausfinden, ob das stimmt?",
Fragen, die sich auf unbewußte Annahmen beziehen wie "Ist das immer so?", Was könnten wir stattdessen vermuten?" uva.
Andere Methoden sind z.B. die Bloom Taxonomie oder Paul's wheel of analysis.
Bei youtube gibt es "critical thinking lessons" Filme, mit denen man selbständig üben kann, was wir heute in der Gruppe gemacht haben.

Die Voraussetzung für das Erlernen von kreativem und kritischem Denken ist, dass der Übende es will und dazu motoviert ist. Er lernt ja grundsätzlich gerne, wenn ihm etwas wichtig ist.

Dazu eine kurze Geschichte:
Eine Prinzessin hatte 2 Adler, von denen der eine nicht fliegen wollte (Achtung: Annahme !). Er saß regungslos auf einem Baum. Ohne Erfolg versuchte sie ihm das Fliegen beizubringen. Daraufhin setzte sie eine Belohnung aus, falls es jemandem gelingen sollte.
Eine Bäuerin dachte: "Das schaffe ich" und brachte den Adler tatsächlich dazu sich in die Lüfte zu erheben, was viele andere Bewerber vorher nicht geschafft hatten.
Wie ?      Sie sägte die Äste des Baums ab.

Um die Motivation in einer Gruppe zu evaluieren und kritisches Denken zu initiieren, kann man in regelmäßigen Abständen eine Umfrage mit Fragen wie den folgenden durchführen:
Wann warst du in dieser Woche (oder Monat o.ä.) am stärksten beteiligt ?
Wann warst du innerlich am weitesten weg ?
Welche Aktion eines Mitschülers hat dir am meisten geholfen ?
Welche hat dich am meisten verwirrt oder abgelenkt ?
Was hat dich in dieser Zeit überrascht ?

Zum heutigen Thema noch ein Gedanke:
Wenn ich mit Anderen ein Schiff bauen will, gehe ich nicht als erstes in den Wald um Holz zu sammeln, sondern zeige ihnen den Ozean.

Am Abend ging ich in die Bar Anima, wo 4 junge Leute griechische Lieder zur Gitarre sangen und anschließend in die Bar Naima, wo es abends ab 22.30 Flamenco gibt.
In Spanien findet manches zu anderen Zeiten statt als bei uns. Z.B. kann es vorkommen, daß Geschäfte Mittagspause bis 17.30 haben, Abendessen ist oft erst um 22 Uhr und Konzerte beginnen entsprechend später.

 

Donnerstag, den 16.11.2017 /
Freitag, den 17.11.2017 
“problem solving, communication”

Um kritisches Denken vermitteln zu können, muß der Lehrende es selbst können. Außerdem darauf vertrauen, dass das, was gesät wird, vielleicht erst später aufgeht.
Wie zum Beispiel bei Bambusarten die man 7 Jahre lang gießen muss, bevor sie zu wachsen beginnen, dann aber in kurzer Zeit meterhoch.
Wenn man sich creative thinking und critical thinking als Kreise vorstellt, ist die Schnittmenge problem solving, weil mit beiden zusammen Probleme bearbeitet und gelöst werden können. Deshalb beschäftigten wir uns im Kurs heute mit problem solving.

Eine Methode, die wir uns bewußt machten, heißt ABC:
A steht für active event, das was geschieht,
B für belief, mein Glaube, meine Überzeugung
C für consequence, Konsequenzen.

Ein Beispiel aus dem Schulalltag: Der Unterricht hat begonnen, aber einige SuS unterhalten sich  noch.

A ist die Störung, B z.B. die Überzeugung des Lehrers, C die Konsequenz

Wenn ich als Lehrer die Überzeugung habe, dass die SuS meinen Unterricht stören wollen, bin ich als Konsequenz vielleicht ärgerlich, frustriert. Wenn ich aber davon ausgehe, dass ihnen irgendetwas ein Bedürfnis ist, kann ich freundlich bleiben und mein Bedürfnis äußern, z.B. dass mir ihre Aufmerksamkeit wichtig ist.

Als nächstes beschäftigten wir uns mit DC, IC, CC; die Abkürzungen stehen für:

Direct Control,
Indirect Control,
Can't Control.

Es gibt Dinge, die ich direkt beeinflussen kann wie meine Gedanken und was ich tue. Dann gibt es Dinge, die ich indirekt beeinflussen kann, die haben mit anderen Menschen zu tun, z.B. Schülerinnen und Schülern einen respektvollen Umgang miteinander beizubringen.
Dabei gilt wie in der Geschichte mit dem Bambus, dass ich Geduld haben muss, weil die Früchte nicht immer sofort zu sehen sind.
Wir sollten übrigens mit allem, was wir in unserem beruflichen oder persönlichen Umfeld säen, sehr sorgfältig umgehen.
Und es gibt Dinge wie politische Vorgaben, die ich als Individuum nicht beeinflussen kann, beispielsweise die Klassenstärke.

Es gibt Untersuchungen darüber, dass sich das Lebensgefühl um 80% verbessert, wenn ich meinen täglichen Fokus auf DC und IC richte, anstatt mich über das zu beklagen, was nicht in meiner Macht liegt. (Damit soll ausdrücklich nicht der Wert politischer Arbeit bezweifelt werden, es geht hier nur um den Aspekt der alltäglichen Arbeit.)
Stecke nicht fest im sich Beklagen, sondern beeinflusse, was du kannst.

Die wesentlichen Begriffe des nächsten Aspekts von problem solving kann man sich so vorstellen:

                                 Selbstverwirklichung
                                    Selbstwertgefühl
                                      Zugehörigkeit
                                         Sicherheit
                                physische Bedürfnisse

Diese Dinge sind in der genannten Reihenfolge von unten nach oben wichtig. Wenn die physischen Bedürfnise wie Essen und Trinken erfüllt sind, ist Sicherheit das nächste. Wenn jemand sicher ist, bekommt die Zugehörigkeit zu einer Gruppe Bedeutung usw.
Als LehrerIn ist es hilfreich zu wissen, auf welcher Ebene sich Schülerinnen und Schüler gerade mit ihrem Problem befinden, damit ich verstehe, welches Bedürfnis hinter einem Verhalten steht.

Ein anderer problem solver sind die “I messages, Ichbotschaften”.

In 4 Schritten kann ich mir selbst und anderen verdeutlichen, was das Problem ist, was dahinter steckt und welche Lösungsmöglichkeiten es geben könnte.

1. Wenn... 2. fühle ich ... 3. weil .... 4. Ich möchte....

Zum Beispiel:

1. Wenn du dich immer wieder unterhältst während ich mein Referat halte
2. fühle ich mich unsicher/ verwirrt / nicht gemocht o.a.
3. weil mir mein Thema wichtig ist / ich mir so viel Mühe gegeben habe o.a.
4. Ich würde gerne eine Vereinbarung mit dir treffen, vielleicht dass du mir 10 Minuten zuhörst, in denen ich das Wichtigste vorstelle.

Wir arbeiteten anschließend mit einigen hilfreichen Vorschlägen, die aus dem NLP stammen und das Leben in einer Klasse sowie in anderen Zusammenhängen vereinfachen können:

1. Alles was geschieht hat einen Grund
2. Falsches gibt es nicht, alles sind Schritte auf einem Weg
3. Übernimm Verantwortung
4. Du mußt nicht alles verstehen
5. deine größte Ressource sind deine Mitmenschen
6. Kein Erfolg ohne Vereinbarungen

Außerdem ist es förderlich, eine positive Grundhaltung gegenüber Konflikten zu haben, weil sie immer auch eine Chance enthalten.
Vielleicht kennst du die Geschichte zweier mit einem Seil verbundenen Esel, die in unterschiedliche Richtungen zu einer Futterstelle zogen, weil sie diese für sich alleine haben wollten. Sie wurden ärgerlich weil sie nicht vom Fleck kamen. Als sie - weiterhin miteinander verbunden - erst zu dem einen, dann zu dem anderen Futter gingen, konnten sie sich satt fressen.
Eine winwin Situation, die sich nur durch Verständigung herstellen ließ.
Übrigens laufen nur 8% unserer Kommunikation verbal, 92% nonverbal ab.!

Zum Abschluß lernten wir 2 Methoden kennen, mit denen sich eine Klasse / ein Kurs zu Beginn eines Projekts dem Thema nähern kann.
Die erste heißt” the 6 hats of Bono”
Dabei wird die Klasse in Gruppen zu den folgenden Aspekten aufgeteilt:
creativity, benefits, facts, cautions, feelings und process

Die Gruppe "cautions" beschäftigt sich mit allem, worauf geachtet werden muß, damit keine unerwünschten Dinge passieren, die Gruppe "benefits" sammelt alle Vorteile, alles was jeder einzelne und die ganze Gruppe durch das Projekt an Erkenntnissen, Profit u.a. gewinnt, die Gruppe "process" entwickelt Vorgehensweisen usw.
Durch die verschiedenen Zugänge zu einem Thema bekommt man ein umfassendes Bild der zu ihm gehörenden Aspekte und gewinnt Klarheit über die weitere Arbeit.

Bei einem anderen Zugang zu einem Projekt bildet man 4 Gruppen mit den Schwerpunkten
1. inner strength (innere Stärken), 2. weakness (Schwächen), 3. opportunities (Möglichkeiten,Gelegenheiten) und 4. threads (Bedrohungen), die die Bedingungen für die nachfolgende Arbeit abstecken.
Die Gruppen 1 und 2 beziehen sich auf innere, 3 und 4 auf äußere Aspekte.
Nach der Gruppenphase berichtet die Gruppe 1 der Gruppe 3, sowie Gruppe 2 Gruppe 4.
Daraus entsteht wieder ein umfassendes Bild von den Möglichkeiten und den zu beachtenden Gefahren eines Projekts.
Beide Methoden lassen sich natürlich nicht nur in Schulklassen, sondern vor Projekten aller Art einsetzen.

Nach vielen Abschiedsfotos und dem Verteilen der Fortbildungszertifikate auf der Plaza Espana blieb am Freitagnachmittag Zeit für einen letzten Ausflug. Manche gingen in die Reales Alcazar, andere fuhren nach Cordoba und 4 Polinnen und ich fuhren mit dem Zug nach Cadiz.
Die Stadt liegt auf einer Halbinsel am Atlantik. Wir erkundeten das historische Zentrum, machten eine Pause am Strand, waren bis zu den Knien im Wasser, weil niemand seine Badesachen dabei hatte. Es wäre warm genug zum Baden im Meer gewesen.
Gleichzeitig waren in der Innenstadt schon künstliche Weihnachtsbäume aufgestellt.
 

Samstag, den 18.11.2017

Da mein Rückflug von Sevilla um 9.05 Uhr war, ging ich um 6 Uhr morgens 15 Minuten über Kopsteinpflaster duch kleine Gassen zur Haltestelle des Flughafenbusses. Nur ein paar jovenes (Jugendliche) waren unterwegs, die vielleicht aus den Discos kamen. Mir war das  Geräusch der Rollen meines Koffers sehr unangenehm, weil ich fürchtete alle Anwohner aufzuwecken.
Mit Umsteigen in Barcelona landete ich in Düsseldorf und eine schöne und lehrreiche Woche ging zu Ende.
Inzwischen hatte ich schon einige Mails anderer Kursteilnehmer bekommen, die nach Dublin, Zagreb, Warschau, Bukarest und Rom unterwegs waren.

 

Rt

 

 

 

 

 

 

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