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Bericht von der Fahrt zum Erasmus+-Kurs „Making science more attractive“ vom  03.06.2017 bis 11.06.2017 in Cheltenham (UK)

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Samstag, 03. Juni 2017:
Am Anreisetag ist frühes Aufstehen angesagt, denn um 5.09 Uhr fährt der Zug ab Bielefeld Hbf, der mich nach Hannover zum Flughafen bringt.  Frühzeitig um 8.00 Uhr komme ich dort an. Der Flieger hebt aber erst mit 50minütiger Verspätung um 11.15 Uhr ab. Nach knapp 2 Stunden kommen wir in Birmingham an. Wegen der einstündigen Zeitverschiebung ist es dort aber erst 12.00 Uhr , noch 2 weitere Stunden Zeit, bis der gebuchte Zug nach Cheltenham abfährt.
 

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Dort werde ich um 15.15 Uhr von dem netten älteren Ehepaar, Janet und Andy Mitchem, bei dem ich in der nächsten Woche wohnen werde, abgeholt. Ich kann ein Zimmer in deren schmucken kleinen Häuschen am Stadtrand von Cheltenham beziehen. Später am Nachmittag kommt noch Daniel, ein polnischer Kollege aus meinem Kurs hinzu, mit dem ich mich auf Anhieb glänzend verstehe.  Nach dem Abendessen berichten alle über sich selbst und die Bedingungen in ihrem Heimatland, bevor wir todmüde ins Bett gehen.

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Sonntag, 04. Juni 2017:
Obwohl Pfingstsonntag ist, können wir nicht ausschlafen. Um 8.15 Uhr müssen wir am Busbahnhof in Cheltenham sein, wo uns Neil Smith, unser Local Organizer, zur Fahrt nach London empfängt. Andy bringt uns mit dem Auto hin. Am Frühstückstisch erfahren wir in den Nachrichten, dass am Vorabend in London ein Terroranschlag mit mehreren Todesopfern stattgefunden hat.  An der Busstation treffen wir erstmalig die anderen Kursteilnehmer.

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Wir sind 13 LehrerInnen aus 7 verschiedenen Nationen. Auf der Fahrt im angemieteten Bus nach London bekommen wir von Neil Smith neben diversen Stadtplänen alle benötigten Informationen über das bevorstehende Kursprogramm.  In London haben wir 7 Stunden Aufenthalt.  Von dem Terroranschlag des Vorabends ist im Museumsviertel, in dem wir uns befinden, nichts zu merken. Die ersten vier Stunden verbringe ich im Natural History Museum, wo ich mir die Abteilungen über die Evolution und die Entwicklung der Erde genauer anschaue und Fotos für meinen  Biologiekurs mache.

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Mich fasziniert die Vielzahl der Fossilien, die dort ausgestellt sind.  Dann wechsle ich ins Science Museum nebenan, das seine Schwerpunkte auf die Entwicklung der Dampfmaschine, von Fahrzeugen und auf die Raumfahrt gelegt hat.  Der Eintritt in die staatlichen Museen ist in England übrigens frei. Nach 2 Stunden Science Museum mache ich noch einen Spaziergang vorbei an der Royal Albert Hall, dem Albert Memorial zum Hyde Park, bevor uns der Bus zurück nach Cheltenham bringt. Andy holt Daniel und mich vom Bus ab.

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Nach dem Abendessen wird noch über den Brexit und die politische Lage in England diskutiert. Janet und Andy sind hier selten einer Meinung.

Montag, 05. Juni 2017:
Heute, am Pfingstmontag steht der Besuch der Balcarras Secondary School in Charlton Kings, einem Vorort im Süden Cheltenhams , auf dem Programm.  Neil Smith hat schon im Vorfeld auf den erforderlichen Dress-Code hingewiesen. Oberhemd und Krawatte  sind angesagt. Smartley sollen wir aussehen.

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Am Empfang werden die Kursteilnehmer mit vorbereiteten Namensschildern versehen. Um 9.00 Uhr empfängt uns der Schulleiter, Dominic Burke, in seinem Büro. Er gibt kurze Informationen über die Schule und erläutert das Tagesprogramm.  Ich besuche zwei Biologiestunden und lerne Möglichkeiten kennen, wie sich mit Hilfe von Smartboards, mit denen hier jeder Unterrichtsraum ausgestattet ist, Unterrichtsstunden strukturieren und visuell unterlegen lassen. Wir Kursteilnehmer sind  beeindruckt von der Ruhe, die an der ganzen Schule herrscht. 

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Ein von Schülern geführter Rundgang durch die Schule lässt mich neidisch werden. Die Schule verfügt über 900 Computer, die zum Teil in die Schülertische eingelassen sind. Im Unterrichtsraum für Produktdesign  und Technik können wir einen 3D-Drucker bewundern. Im Anschluss daran informiert  der Schulleiter  ausführlich über seine Schule und das britische Schulsystem mit den möglichen Abschlüssen, die zu erwerben sind.
 An der Balcarras Secondary School  kann man neben dem GCSE (mittlerer Schulabschluss) auch in der angegliederten Sixth Form (16 – 18 J.) den A-Level (Hochschulreife) erwerben.  1000 SchülerInnen besuchen die Secondary School und weitere 400 die Sixth Form von Balcarras. Sie werden von 94 LehrerInnen unterrichtet. Geduldig beantwortet Mr Burke all unsere Fragen, z. B. nach der Schuluniform und deren Kosten, bevor er uns zu einem Lunch einlädt,

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an dem weitere Mitglieder der Schulleitung teilnehmen und unsere Fragen beantworten. Für den Rückweg nach Hause erwerben wir ein MegaRyder-Ticket, mit dem wir für die gesamte Woche die Busse benutzen können. Nach dem Abendessen in der Familie brechen Daniel und ich noch einmal auf. Der Kurs trifft sich im Beehive, einem urigen Pub in Cheltenham, wo wir uns besser kennenlernen.

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Dienstag, 06.Juni 2017:
Heute besuchen wir erstmalig das Cheltenham Science Festival.  Im Park hinter dem Rathaus ist eine Zeltstadt aufgebaut.  Die Veranstaltungszelte sind jeweils mit einer  Bühne und Tribünen für mehrere hundert Zuschauer ausgerüstet.  Die Veranstaltungen am Vormittag und frühen Nachmittag sind für Schüler gedacht.  Diese reisen aus der gesamten Umgebung an, und besetzen die Ihnen zugewiesenen Blöcke in den Zelten. 

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Alles läuft sehr diszipliniert ab.  An Hand der Schuluniformen lässt  sich genau erkennen, welche Schule in welchem Block sitzt.  Wir dürfen die noch freien Plätze besetzten. Die wissenschaftlichen Vorträge laufen stets spektakulär und unter Einbeziehung der SchülerInnen ab, auf einem für den jeweiligen Jahrgang verständlichen Niveau.  An diesem Vormittag besuchen wir zwei Vorträge: „When is a Gas not a Gas ?“, in dem es um Aggregatzustände geht und „Accelerate“. Hier geht es um den Teilchenbeschleuniger Cern in der Schweiz.

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Die Mittagspause nutze ich, um in einem der Mitmachzelte die Funktionsweise eines 3D-Druckers zu erarbeiten. Am Nachmittag steht  ein Vortrag mit Workshop von Mr John Booth (Science Advisor for Birmingham) über den naturwissenschaftlichen Unterricht an britischen Schulen auf dem Programm.  Mr Booth setzt sich kritisch mit der Lehrerausbildung , der hohen  Arbeitsbelastung der Lehrer und dem Curriculum auseinander.  „We are learning for tests not for understanding“  ist einer seiner Kernsätze.

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Im Workshop lernen wir Beispiele kennen wie Schüler mit einfachen Mitteln  zu kreativem  Forschen angeleitet werden können. Einige der Forschungsbeispiele stelle ich zu Hause in der Fachkonferenz Biologie vor. Nach dem Abendessen in der Familie erklärt Andy uns das Wesen der Freimaurerei. Er ist diesjähriger Vorsitzender seiner Loge.

Mittwoch, 07. Juni 2017:
Auf dem Programm steht ein ganztägiges Seminar zur Einführung der Lernmethode CLIL.

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Die Abkürzung CLIL steht für „Content and Language Integrated Learning“. Frau Dr. Diana Hicks stellt diese Lernmethode vor, bei der naturwissenschaftliche Inhalte in der Muttersprache und einer weiteren zweiten Sprache unterrichtet werden.
Anders als im bilingualen Unterricht kommen hier beide Sprachen gleichberechtigt vor und werden ineinander überführt. Wir probieren das an bestimmten Unterrichtsbeispielen aus und lernen Methoden kennen, wie die 2.Sprache an konkreten naturwissenschaftlichen Inhalten erlernt wird.  Im Vordergrund steht aber stets der konkrete Inhalt.  Dieses Seminar  endet bereits mittags, weil die Referentin auf Grund einer plötzlichen Familienangelegenheit nachmittags verhindert ist. Unser Organizer Neil Smith bietet den Kursteilnehmern an, sich zum Ausgleich jeweils zwei Events des Science Festivals auszusuchen.

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Ich entscheide mich für eine Expertenrunde zum Thema „The Criminal Mind“, in der diskutiert wird, wie Drogeneinflüsse auf das Gehirn zu Straftaten führen können, und einen abendlichen Vortrag über Teilchenphysik (What’s Next For Particle Physics).   Die Eintritte der zusätzlichen Veranstaltungen bezahlt unsere Kursagentur.

 

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Ich habe darüber hinaus noch Zeit mir eines der Semifinals des FameLab-Wettbewerbs anzuschauen, in dem es für die Kandidaten darum geht, ihr jeweiliges naturwissenschaftliches Forschungsgebiet innerhalb von 3 Minuten möglichst anschaulich und interessant darzustellen.  Ich kenne den Wettbewerb bereits. Die Deutschlandfinals finden jeweils in Bielefeld statt. Erst im April habe ich das deutsche Finale vor 1200 Besuchern in der Oetkerhalle besucht. In Cheltenham treten die Landessieger aus 31 Nationen an. Die deutsche Kandidatin scheidet im Halbfinale aus.  

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Am Abend wird zu Hause lange über die am nächsten Tag stattfindende Wahl diskutiert. Andy und Janet haben auch hier unterschiedliche Favouriten.

Donnerstag, 08.Juni 2017:
Der Vormittag ist ausgefüllt durch den Besuch zweier Festival-Events für Schulen (11 – 14 J.). In „Indestructible Energy“ geht es um Energieformen und im weiten Event  „Exploring Hidden Worlds“  um die Sichtbarkeit kleinster Strukturen.
 

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Um 14.00 Uhr trifft sich der Kurs dann im Isbourne Centre neben dem Rathaus. Die einzelnen Kursteilnehmer stellen ihre Schulen und das Schulsystem ihres Landes vor.  Neil Smith leitet die Veranstaltung. Ich habe die Gelegenheit, unsere Theodor-Heuss-Realschule zu präsentieren.
Nach der Veranstaltung heißt es für mich: Schnell nach Hause und das Abendessen einnehmen.  Am Abend findet das internationale Finale des FameLab-Wettbewerbs statt.

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Ich habe mit Neils Hilfe eine der letzten Karten ergattert.
Ich fahre mit dem Bus noch einmal ins Stadtzentrum und sehe mir im Parabola Art Centre des Ladies College das Finale der 10 besten Teilnehmer an. Es gewinnt  schließlich die Teilnehmerin aus Südafrika. Heute Abend wird über die ersten Wahlergebnisse vomheutigen Tag diskutiert.


Freitag, 09. Juni 2017:
Dieser Tag ist der letzte, an dem unser Kurs alle Veranstaltungen zusammen besucht.  Den Vormittag füllen wieder zwei Events des Science Festivals für Schulen. Unter dem Titel „Marvellous Materials“ wird die wundersame Verwandlung von Stoffen in chemischen Reaktionen vorgestellt. Freiwillige Schüler dürfen mithelfen. Danach wird unter dem Thema „Body Hacking“ eine spektakuläre Schau über unsere Verdauung präsentiert.  Zwischen diesen Events besuche ich weitere Aktionszelte des Science Festivals.

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Um 14.00 Uhr ist ein letztes Treffen mit Neil Smith anberaumt. Wir geben unsere Evaluationsbögen, die wir die ganze Woche geführt haben ab und ziehen ein Fazit der Woche. Alle Teilnehmer sind sehr zufrieden mit dem absolvierten Kurs und der Betreuung durch Neil Smith. Zum Dank überreichen wir ihm einen Bilderrahmen mit einer Dankesurkunde, die jeder von uns unterschrieben hat. Im Gegenzug händigt uns Neil die Teilnahmebescheinigungen und Mobilitätspässe aus. 

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Doch damit ist der Tag noch nicht beendet. Um 16.00 Uhr folgen wir einer Einladung des Science Festivals im Siemens-Zelt.  Es sind zahlreiche LehrerInnen aus der Region versammelt, mit denen wir uns austauschen können.  Es werden Elektronikbaukästen für den Technik-Unterricht und Programme zur beruflichen Bildung vorgestellt.

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 Da dies die letzte Veranstaltung ist, die vom gesamten Kurs besucht wurde, suchen wir danach gemeinsam eine Pizzeria auf und feiern den Abschluss einer wunderschönen Woche, in der wir neue Freunde gewonnen haben.  Wir versichern, weiterhin in Kontakt zu bleiben und Materialien auszutauschen.

Samstag, 10. Juni 2017:
Das Programm für den heutigen Tag ist wählbar. Ich entscheide mich wie die meisten Kursteilnehmer für einen ganztägigen Ausflug nach Oxford. Wir nehmen den Linienbus um 10 Uhr. Das Return-Ticket kostet  11 GBP.  Um 11.30 Uhr erreichen wir Oxford. Neil hat uns einen Plan mit den 10 Top-Sehenswürdigkeiten gegeben. Die wollen wir uns alle ansehen. Wir  kaufen uns ein Ticket für die CitySightseeing-Tour.  In einem offenen Bus machen wir eine einstündige Rundtour durch Oxford und erhalten über Kopfhörer die wichtigsten Informationen in unserer Landessprache.

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Oxford ist bestimmt durch seine 38 Colleges, die auch den größten Teil der Bausubstanz in der Innenstadt ausmachen.

Sonntag, 11.Juni 2017:
Heute ist  Abreisetag. Daniel  wird schon um 7.00 Uhr zum Busbahnhof gebracht. Ich habe noch etwas Zeit.  Mein Zug fährt erst um 11.15 Uhr vom Bahnhof Cheltenham Spa ab.  Gegen 13.00 Uhr komme ich am Flughafen Birmingham International an.

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Auch hier ist noch genügend Zeit bis zum Abflug, zumal die Eurowing- Maschine mit Verspätung erst um 17.15 Uhr abhebt.  Ich fliege auf dem Rückweg nach Düsseldorf. Um 19.30 stehe ich dort am Flughafenbahnhof. Der nächste Zug nach Bielefeld ist der ICE um 20.01 Uhr.  Er kommt pünktlich, fährt auf dem Weg nach Bielefeld jede Menge Verspätung ein. Um 22.15 Uhr komme ich dann wohlbehalten zu Hause an.

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